Mittwoch, 29. Juni 2011

RÜckblick/Fazit...

Nach einem Rückblick oder Fazit wurde ich gefragt. Schön und gut. Aber es gibt mehrere Gründe, warum mir das nicht so leicht fällt. Der erste ist, dass es gar nicht so leicht ist, neun Monate Leben in einem anderen Land zusammenzufassen. Zum Zweiten hört/en die Inselgeschichten und Schottland für mich nicht auf. Sie gehen weiter. Nicht mehr jeden Tag, aber sie werden für immer ein Teil meines Lebens sein und das Land wird für mich immer ein Ort sein, nach dem ich mich sehne. Es werden auch hoffentlich noch lange bestimmte Menschen aus diesem Land eine Rolle in meinem Leben spielen. Zu guter letzt hat mein Aufenthalt dort auch mein Leben hier verändert, mir gezeigt, was mir wichtig ist und wie ich mein Leben jetzt leben möchte. Schottland hört also nicht auf. Es hallt wie ein Echo unendlich nach; mal lauter und mal leise, aber es ist immer da.
Für mich waren diese neun Monate großartig. Ich habe vieles gelernt, insbesondere darüber, wie man in einem anderen Land klar kommen kann. Von Amt bis sonstwas habe ich alles durch. Ich kann mich hinstellen und mir eine Meinung über dieses Land erlauben, weil ich nicht als Touri dort war, sondern als Einwohner der Stadt längere Zeit gemeldet war. Manches habe ich nicht gelernt oder schlicht nicht verstanden. Im letzteren Fall habe ich mich aber zumindest damit arrangiert.
Ich hatte die Möglichkeit durch viele geduldige Lehrer, mein Englisch deutlich zu verbessern und es noch facettenreicher zu machen; insbesondere, was die Aussprache betrifft. Neben englischen haben ich auch schottische Vokabeln gelernt und damit fast noch eine weitere Sprache.
Rein beruflich habe ich viele Dinge gesehen und erlebt, von denen ich noch heute zehre und die zu einer Grundlage meiner derzeitigen Arbeit geworden sind.
Privat habe ich nicht nur Dinge für mich und über mich gelernt, sondern hatte davon ab auch die Chance mir das Land anzusehen. Ob alleine oder mit AW. Es war immer großartig und hat die Faszination, welche das Land schon eh auf mich hatte, nur noch verstärkt. Von West nach Ost und Nord nach Süd habe ich vieles gesehen; berühmte Sehenswürdigkeiten genauso wie kleine stille unbekannte Orte. Letztere haben mich fast mehr beeindruckt. Ich habe auch Menschen getroffen unterwegs, die mein Bild von Schottland auch sehr geprägt haben. Alte und junge Leute, die mir ihre Geschichten erzählt haben und denen ich genau dafür so unheimlich dankbar bin. Ihre Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft hat mir immer wieder geholfen. Ihre positive und ruhige Lebenseinstellung könnte den Deutschen ein Vorbild sein. Mögen die Schotten noch so widersprüchlich und seltsam auf uns wirken, wer mit ihnen lebt, wird schnell merken, wie man sie zu nehmen hat.
Ob sich meine Vorstellungen und Hoffnungen für dieses Jahr erfüllt haben, wurde ich oft gefragt. Die Antwort lautet "ja". In jeder Hinsicht.
Würde ich wieder hinfahren (für so lange)? Ja, aber wieder so lange eher nicht. Ich bin gerade dabei mir in Deutschland etwas aufzubauen, das mir unheimlich wichtig ist und das auch ein Ergebnis meiner Abwesenheit ist in gewisser Weise. Im Moment möchte ich genau das aber auch einfach nur genießen. Dieses Gefühl zwischen noch nicht und schon lange; zwischen wissen und ahnen; Möglichkeit und Traum.

Sehenswürdigkeiten

Insel-Wetter

...frühlingshaft! Viel Sonne und blauer Himmel, dazu milde Temperaturen...

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