Donnerstag, 21. April 2011

Dienstag - alte Steine

Wer in den Urlaub fährt, tut sich ja auch meist ein paar Sehenswürdigkeiten an. Das stand für Dienstag auf meinem Plan. Das Wetter war auch nicht so berauschend von daher war das schon okay. Es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Mit dem Busfahrer wurde dieses Mal ausgehandelt, dass ich eine Tageskarte bekomme und ihn einfach an der Straße anhalte, wenn ich ihn brauche. So musste ich nicht alle Stationen einzeln zahlen und konnte relativ planlos unterwegs sein. Zuerst wollte ich der/die/das Broch in Carloway sehen. Ein uraltes Mauerwerk, welches vor Hunderten Jahren von wohlhabenden Menschen bewohnt wurde. Allerdings müssen diese ziemlich klein gewesen sein. Durch die Tür gehen und innen umsehen hat nur im Entengang funktioniert. Bzw gar nicht, weil die Türhöhe bei geschätzt 30cm lag. Also egal, was da mal drin genau passiert ist, erraten kann man es schwer und die Aussagen auf der Infotafel (auf Englisch!) sind auch sehr schwammig. Von dort aus ging es zu Fuß weiter (nicht, dass sich hier einer beklagt, ich würde zu wenig laufen) zu den Callanish Standing Stones. Stehende Steine also. Und Wind. Viel Wind. Wie immer bei stehenden Steinen. Regen gab es auch noch gratis dazu. (Jacke erfolgreich eingeweiht) Steine waren trotzdem interessant. Wie immer weiß natürlich keiner so genau für was sie eigentlich waren, aber sie sind halt da. Die Aussicht ähnelt der, die man auch in Südengland bei Stonehenge hat. Dort guckt man auf die Autobahn, hier auf die einzige Straße weit und breit. Kaum, dass ich den Ort verlassen wollte, kamen die Touris. Glück gehabt. (nein, bin kein Touri, bin Einwohner Schottlands) Von den stehenden Steinen zu Fuß weiter zu gestapelten Steinen. Vor wiederum ganz vielen Hunderten Jahren baute man an der schottischen Küste gerne mal Blackhauses. Heute würde mal wohl Einraumwohnung dazu sagen. Ein großer Raum mit allem, was man so braucht und einem offenen "Kamin" ohne Schornstein. Der Rauch zieht einfach durch das Dach ab. Das ist aus irgendwelchem Zeug gedeckt, ich kann mich nur nicht mehr genau erinnern aus was. Wer Glück hatte, bekam für das Schlafzimmer eine Trennwand, so dass dieses nicht auch komplett verraucht war. Auf jeden Fall war es dort gut warm, wenn auch ein wenig zugig. Bevor ich das Dorf wieder verlassen habe, bin ich noch einen kleinen Hügel hoch, um eine Weile auf das Meer zu gucken und anschließend kurz was warmes essen gegangen. Wenn man den ganzen Tag draußen ist bei solchem Wetter macht das richtig glücklich. Der Regen lies sich auch überreden, sich zu verziehen und so konnte ich einen Teil meines Rückwegs auch noch laufen. Irgendwann war aber rum und ich hab doch den Bus genommen. Abends habe ich - man kann es sich denken - gebadet und mich dann ins Wohnzimmer begeben. Dort lauschte ich gebannt dem Singsang von zwei Schweizer Mädels, die frisch eingetroffen waren. Meine Abendunterhaltung war also gesichert. Vielleicht sehe ich sie nochmal, wenn sie hier in Edinburgh sind am Samstag. Abwarten.
Tag Drei Ende.

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...frühlingshaft! Viel Sonne und blauer Himmel, dazu milde Temperaturen...

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